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und Krisenintervention Mitteldeutschland e.V.


 

Ausbildungskonzept

 

Aus- u. weiterbildung Grossschadensfall Einsatznachbetreuung und Stressbewältigung Öffentlichkeitsarbeit

 


                          

Ausbildungskonzept nkm – Beschluss MV 22. September 2007 Halle

 

 

  1. Anforderungsprofil: in der Regel 25 – 70 Jahre

                                 Psychisch + physisch gut belastbar

                                 Sozial gut integriertes Umfeld

                                 Im letzten Jahr kein eigenes traumatisches Erlebnis

 

  1. Umfang der Ausbildung sollte 80 Unterrichtseinheiten a 45 min. sein inklusive regionale Einarbeitung durch Team vor Ort (Fallgruppenbesprechung, Hospitationen bei Einsätzen des Teams, Mitfahren RTW, Polizei, Leitstelle)

 

  1. Zertifikat unterscheiden in Teilnahme + Befähigung zur Mitarbeit in Teams der NFS/KIT/NFB

 

  1. Aufteilung der Stunden: 50 % praxisorientierter Input + Theorie (40 UE)

                                        20 % Selbsterfahrung/Reflexion (16 UE)

                                        30 % verhaltensorientierte Ausbildung (24 UE)

 

  1. Themen, die in Ausbildung entsprechend behandelt werden müssen:

-        Grundlagen von Notfallbegleitung, Notfallseelsorge, Krisenintervention –  ressourcenorientierter Ansatz

-       Kommunikation im Einsatz – Gesprächsführung – Ziele/Strategien von Krisenintervention/seelsorgerlichen Gesprächen

-     Sterben, Tod, Trauer – pastoralpsychologische + seelsorgerliche Aspekte – Symbole, Rituale, Gebete im Einsatz

-      Tod im häuslichen Bereich

-       Begleiten der Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten

-       Betreuung von Angehörigen nach Suizid/Gewaltverbrechen

-       Betreuung nach Verkehrsunfall

-       Betreuung von Eltern, wenn Kinder gestorben sind

-       Betreuung von unverletzten Kindern im Einsatz

-       Grundlagen Psychotraumatalogie – Stress, akute Belastungsreaktionen,

posttraumatische Belastungsstörungen -

-       Umgang mit eigenen Belastungen – eigene Psychohygiene

-       Einsatzstrukturen + - abläufe im Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Leitstellen

-       Medizinische Grundlagen

-       Größere Schadenslagen

 

  1. Anforderungen an Ausbilder/in:

-     Ärzte/Ärztinnen mit psychotherapeutischer Zusatzqualifikation

-     Pfarrer/innen mit Zusatzqualifikation wie KSA, Trauertherapeut, Supervision

-     Psychologe/in mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung

-     sonstige geeignete und erfahrene Mitarbeiter (RD + FF) für NFS/KIT mit pädagogischer  Lehrqualifikation

 

  1. Die Ausbildung nach oben genannten Kriterien wird innerhalb des Bereiches des Fachverbandes untereinander anerkannt und entsprechend zertifiziert.

 

 

 

Themenvorschläge für die Fortbildung neben regelmäßiger Fallbesprechung unter fachlicher Fremdmoderation (möglichst Supervisor)

-      Arbeitsunfälle

-      Interkulturelle Einsätze

-      Einsätze in Schulen

-      Juristische + soziale Beratungen

-     Vernetzung im eigenen Landkreis

-      Bestattung, Bestatter – juristisch + organisatorisch

-     Betreuung nach dem Gewaltschutzgesetz (Arbeit des Weißen Ringes, Sozialer Dienst der Justiz)

-      ERSTE HILFE KURS – lebensrettende Sofortmaßnahmen - Auffrischungen